Der Verein für Zeitgeschichte und regionale Erinnerungskultur hat es sich zur Aufgabe gemacht, wichtige Aspekte der Zeit des Nationalsozialismus in einer Form zu präsentieren, die vor allem Schülerinnen und Schüler anspricht. Bewährt hat sich die Präsentation von Sachverhalten in Form von Ausstellungen, die durch Begleitveranstaltungen und durch Begegnungen mit Zeitzeugen ergänzt werden. Falls möglich, werden die Ausstellungen um regionale Aspekte erweitert.

Seit 2005 führte der Verein teils in eigener Verantwortung und teils gemeinsam mit anderen Organisationen vier Ausstellungen durch.

In der Zeit vom 6. Juni bis 29. Juli 2011 zeigte der Verein in Zusammenarbeit mit der VHS Bielefeld und dem Welthaus Bielefeld die Ausstellung „Die 3. Welt im 2. Weltkrieg“, die vom Rheinischen JournalistInnenbüro und dem verein Recherche International e.V. in Köln erarbeitet wurde.
Die Ausstellung arbeitet ein vergessenes Kapitel der Geschichte auf, denn im Zweiten Weltkrieg waren Millionen Soldaten aus Afrika, Asien und Ozeanien am Kampf gegen den Faschismus und den japanischen Großmachtswahn beteiligt. Sowohl die faschistischen Achsenmächte als auch die Alliierten rekrutierten in ihren Kolonien, oftmals mit Gewalt, Hilfstruppen und Hilfsarbeiter. Auch Frauen waren vielfach Opfer sexueller Gewalt. Weite Teile der „Dritten Welt“ waren auch Schlachtfelder und blieben nach Kriegsende verwüstet zurück.
Die Ausstellung zeigt mit historischen Fotos und Dokumenten sowie erläuternden Texten diese Sachverhalte auf, die bislang weitgehend unbekannt waren.

Weitere Informationen finden sich unter: www.3www2.de

Die Wanderausstellung „Was damals Recht war …“ Soldaten und Zivilisten vor Gerichten der Wehrmacht der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas in Berlin war in der Zeit vom 15. Februar bis 29. März 2009 im Historischen Museum Bielefeld zu sehen. Schwerpunkt der Ausstellung waren Fallgeschichten, die die Willkür der Wehrmachtsjustiz sowie den Kampf der überlebenden Opfer um Rehabilitierung darstellten. Durch die großzügige Unterstützung durch die LWL-Kulturstiftung konnte in Zusammenarbeit mit Historikern der Universität Bielefeld die Ergänzungsausstellung „Deserteure an Front und Heimatfront“? NS-Justiz in Westfalen-Lippe erarbeitet und präsentiert werden.

Infos zur Ausstellung:www.stiftung-denkmal.de

Am Holocaust-Gedenktag 2008 konnte die Ausstellung „Größte Härte“ – Verbrechen der Wehrmacht in Polen September/Oktober 1939“ durch Prof. Dr. Klaus Ziemer (Direktor des Deutschen Historischen Instituts in Warschau) im Historischen Saal der VHS eröffnet werden. In Form von Texttafeln mit zahlreichen Zitaten und zeitgenössischen Fotos sowie auf zwei Bildschirmen dokumentiert die Ausstellung die in den ersten Kriegswochen durch die deutsche Wehrmacht begangenen Verbrechen an Zivilisten und Kriegsgefangenen.

Infos zur Ausstellung: www.dhi.waw.pl

Zwischen dem 19. November und 17. Dezember 2006 war der Verein maßgeblich an der Präsentation der Fotoausstellung „Nur die Sterne waren wie gestern“ über Henryk Mandelbaum, einen der wenigen Überlebenden des ‚Sonderkommandos’ in Auschwitz beteiligt. Die 48 Fotografien und Zitate vermittelten ganz persönliche Einblicke in das Leben und Erleben des Menschen Henryk Mandelbaum. Henryk Mandelbaum, der selbst mehrere Male in Bielefeld war, ist leider im Jahr 2008 verstorben.

Infos zur Ausstellung: www.bildungswerk-ks.de

In der Zeit vom 9. Januar bis 11. Februar 2005 zeigte der Verein in Zusammenarbeit mit der VHS und Arbeit und Leben Bielefeld die Ausstellung „Oneg Schabbat“ – Das Untergrundarchiv des Warschauer Ghettos“. Diese Ausstellung beschreibt auf bisher einmalige Art das jüdische Alltagsleben im Warschauer Ghetto aus der Sicht der Opfer. Anhand von 100 Bild- und anderen Dokumenten, Einzelexponaten sowie Kurzfilmen über das Ghettoleben wird ein eindrucksvolles Bild über das Leid der Opfer und die Unmenschlichkeit der Besatzer gezeichnet.
Die Bielefelder Ausstellung konnte ergänzt werden um einige Daten, Fakten und Fotos über den gebürtigen Detmolder Jürgen Stroop, der für die Vernichtung des Ghettos verantwortlich war.

Infos zur Ausstellung „Oneg Schabbat“: www.oneg-schabbat.info

 

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