Der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert an alle Opfer eines beispiellosen totalitären Regimes während der Zeit des Nationalsozialismus: Juden, Christen, Sinti und Roma, Menschen mit Behinderung, Homosexuelle, politisch Andersdenkende sowie Männer und Frauen des Widerstandes, Wissenschaftler, Künstler, Journalisten, Kriegsgefangene und Deserteure, Greise und Kinder an der Front, Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter und an die Millionen Menschen, die unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft entrechtet, verfolgt, gequält und ermordet wurden.

Der Gedenktag wurde am 3. Januar 1996 durch Proklamation des Bundespräsidenten Roman Herzog eingeführt und auf den 27. Januar festgelegt. Am 27. Januar 1945 hatten Soldaten der Roten Armee die Überlebenden des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau befreit. Das KZ Auschwitz (-Birkenau) steht symbolhaft für den Völkermord und die Millionen Opfer des Nazi-Regimes.

In seiner Proklamation führte Herzog aus:
„Die Erinnerung darf nicht enden; sie muss auch künftige Generationen zur Wachsamkeit mahnen. Es ist deshalb wichtig, nun eine Form des Erinnerns zu finden, die in die Zukunft wirkt. Sie soll Trauer über Leid und Verlust ausdrücken, dem Gedenken an die Opfer gewidmet sein und jeder Gefahr der Wiederholung entgegenwirken.“

In der Bundesrepublik werden an diesem Tag öffentliche Gebäude beflaggt und die Flaggen auf Halbmast gesetzt.

Am 1. November 2005 erklärte die Generalversammlung der Vereinten Nationen den 27. Januar in einer Resolution offiziell zum internationalen Holocaustgedenktag. Der Gedenktag wird außer in Deutschland unter anderem auch in Israel, Großbritannien und Italien offiziell begangen.

Seit dem Jahre 2002 erinnert der Verein mit einer öffentlichen Gedenkveranstaltung an den Tag der Befreiung des KZ Auschwitz-Birkenau durch die Rote Armee am 27. Januar 1945.

2014
„Ich gebe zu, gehört zu haben“ Die Auslöschung der jüdischen Gemeinde Stryi und das Schutzpolizeiregiment 24 | Vortrag Ulrich Schmidt, Bielefeld

2013
Holocaust-Zeugnisse und Geschichtsschreibung - Wie sollten Historiker mit den Erinnerungen der Überlebenden umgehen? | Vortrag von Dr. Katrin Stoll, Deutsches Historisches Institut, Warschau

2012
"Gefühlte Opfer." Formen und Muster historischen Erinnerns | Vortrag Dr. Ulrike Jureit, Hamburger Institut für Sozialforschung

2011
"Fritz Bauer – Tod auf Raten" | Ein Film von Ilona Ziok, Deutschland 2010

2010
„Führers Werk und Cramers Beitrag“? – Ein Bielefelder Standesamtsleiter, eine „Judenkartei“ und die jüdischen Zwangsvornamen“ | Vortrag Dr. Jochen Rath, Stadtarchiv und Landesgeschichtliche Bibliothek Bielefeld

2009
„Pfarrer Hans Ehrenberg (1883-1958) - ein judenchristliches Schicksal im "Dritten Reich" | Vortrag Dr. Jens Murken, Leiter des Landeskirchlichen Archivs der EV. Kirche von Westfalen

2008
„Mit größer Härte …’. Verbrechen der Wehrmacht in Polen. September – Oktober 1939“ | Vortrag Prof. Dr. Klaus Ziemer, Direktor Deutsches Historisches Institut, Warschau

2007
„Stille Helden“ | Vortrag Dr. Claudia Schoppmann, Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin

2006
„Böse Orte – unbeachtete Mahnmale des Nationalsozialismus in Bielefeld“ | (Lichtbild-) Vortrag Dr. Hans Jörg Kühne, Historiker und Fachbuchautor, Bielefeld

2005
„Der Detmolder Jürgen Stroop und der Aufstand im Warschauer Ghetto“ | Vortrag Dr. Jürgen Hensel, Jüdisches Historisches Institut, Warschau

2004
„Von der Täter- zur Opfergesellschaft? – Zum Umbau der deutschen Erinnerungskultur“ | Vortrag Prof. Dr. Harald Welzer, Kulturwissenschaftliches Institut, Essen

2003
„Wehrmacht und Holocaust – Dimensionen eines unbeschreiblichen Verbrechens und seine Wirkungsgeschichte“ | Vortrag Dr. Johannes Klotz, freier Historiker und Publizist, Hamburg

2002
„Wehrmacht und Nationalsozialismus“ | Vortrag Prof. Dr. Hans Ulrich Wehler, Universität Bielefeld - anlässlich der Ausstellungseröffnung „Verbrechen der Wehrmacht – Dimensionen des Vernichtungskrieges 1941 – 1945“ in Bielefeld

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