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Seit 2004 vergibt der Verein einen Preis für Arbeiten, die die Zeit des Zweiten Weltkrieges in Bielefeld und der Region Ostwestfalen-Lippe zum Gegenstand haben. Mit diesem Preis soll die Erforschung dieses Kapitels der Zeitgeschichte gefördert werden.

Die Ausschreibung richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene (Schüler/innen und Studierende), die Einzel- oder Gruppenarbeiten, Projekt- oder Semesterarbeiten einreichen können. Wir möchten ausdrücklich Schüler/innen aller Schulformen, Studierende verschiedener Fakultäten im Bachelorstudium, Einzelpersonen oder Jugendgruppen zur Teilnahme ermuntern.
Auch Arbeiten, die ihren Schwerpunkt auf elektronische Medien wie Rundfunk, Film oder Internet legen, können eben so eingereicht werden wie klassische schriftliche Ausarbeitungen.

Der Preis ist mit 1.000 Euro dotiert und wird alle zwei Jahre verliehen. Er kann unter mehreren preiswürdigen Arbeiten aufgeteilt werden.
Der Preis soll jeweils in der Woche des 27. Januar (Holocaust-Gedenktag) verliehen werden. Die nächste Preisverleihung ist für Januar 2017 vorgesehen.
Die mit dem Preis ausgezeichneten Personen oder Gruppen erhalten die Gelegenheit, ihre Arbeiten im Rahmen der Preisverleihung vorzustellen. Die Arbeiten können unterschiedliche Aspekte des Lebens in dieser Zeit zum Inhalt haben. Themen können beispielsweise sein:

  • Kindheit und Jugend unter Kriegsbedingungen und Diktatur

  • Alltag im Zeichen des Krieges - Arbeiten für die „Heimatfront“

  • Rassisch oder politisch motivierte Verfolgung und Bedrohung von Minderheiten

  • Zwangsarbeiter/innen oder Kriegsgefangene in der Region

  • Recherche und Präsentation von Einzelschicksalen: Auswertung von (Feldpost-) Briefen, Tagebüchern, Bildern, Zeitungsberichten ...

  • Widerstand gegen die Diktatur (z.B. Sabotage, Desertion, Unterstützung Verfolgter usw.)

  • Dein Wohnort und die erste Nachkriegszeit (1945– 49) – z.B. Entnazifizierung, Integration von Vertriebenen und Kriegsflüchtlingen

  • Spuren und Denkmäler der damaligen Zeit in Deiner Stadt

  • Wie erinnert man sich heute an den Zweiten Weltkrieg?
    Welche Formen von Gedenken werden in der Region OWL gelebt?

  • Welches Gedankengut aus der damaligen Zeit ist heute noch lebendig?
    Wo, bei welchen Gruppen?

Die Auswahl und Bewertung der eingereichten Beiträge erfolgt durch eine Fachjury; bestehend aus Vorstandsmitgliedern des Vereins, Historiker/innen, Geschichtslehrer/innen sowie einem/einer Jugendlichen. Für Interessierte geben wir auf Anfrage gerne Hinweise und Hilfestellungen.

Die nächste Verleihung ist am 30. Januar 2017.

Prämierte Arbeiten 2015

  • Hauptpreis: „Britische Besatzung in Bielefeld“ | Einzelarbeit von Tim Kniepkamp aus Bielefeld

  • Zwei gleichberechtigte zweite Preise an:
    „Wie wurde mit der kritischen Vergangenheit der NS-Zeit in Wewelsburg umgegangen?“ | Einzelarbeit von Katharina Kemper aus Geseke

    „Kindertransporten nach Großbritannien vor dem zweiten Weltkrieg. Untersuchung anhand eines Fallbeispiels“ | Einzelarbeit von Julia Sußiek aus Werther

Prämierte Arbeiten 2012

  • „Stationen auf dem Weg zur nationalsozialistischen Herrschaft in Minden“ | Einzelarbeit von Martin Weißmann, Minden

  • „Jüdisches Leben in Werther (Westf.) | Multimedia-Projekt von Lucas und Jacob Thomas, Werther

  • „Projekt Stalag 326“ | Schülerprojekt der Hans-Ehrenberg-Schule, Sennestadt in Kooperation mit der Universität Bielefeld

 

Prämierte Arbeiten 2010

  • „Flucht und Vertreibung von Deutschen in der Folge des Zweiten Weltkrieg: Betrachtung eines Einzelschicksals | Einzelarbeit von Hagen Christian Jach, Bad Salzuflen

  • „Gegen das Vergessen – Zwangsarbeit im Zweiten Weltkrieg in Halle (Westf.) und Umgebung | Schülerprojekt der Peter-Korschak-Hauptschule, Halle (Westf.)

  • „Auf den Spuren der Bünder Jüdinnen und Juden“ | Gruppe Netzwerk des Gymnasiums Am Markt, Bünde

Prämierte Arbeiten 2008

  • „Kriegskinder auf dem Lande vor Bielefeld – Erlebnisse aus den Jahren 1939 – 1945“ | DVD mit Zeitzeugeninterviews einer ehemaligen Schülerin des Gymnasiums Heepen, Bielefeld

  • „Die Evangelische Kirche in Westfalen während des Nationalsozialismus – Kooperation oder Widerstand?“ | Arbeit einer Schülerin des 13. Jahrgangs des Pelizaeus-Gymnasiums, Paderborn

  • „Reifeprüfungen am Ratsgymnasium als Spiegel des Geschichtsbildes der Gesellschaft 1931 – 1941“ | Facharbeit eines Schülers des Ratsgymnasiums Bielefeld

Prämierte Arbeiten 2006

  • „Die letzten Kriegsmonate – am Beispiel des sowjetischen Kriegsgefangenen- Bau- und Arbeitsbataillons 106 Staumühle. Rationalität und Irrsinn“ | Schüler des 12. Jahrgangs des Hans-Ehrenberg- Gymnasiums, Bielefeld Sennestadt

  • „Zwangsarbeit im Nationalsozialismus im Raum Paderborn 1939 bis 1945“ | Ausstellung von KollegiatInnen der Oberstufe des Ludwig-Erhard-Berufskollegs, Paderborn

  • „Bielefeld im 2. Weltkrieg – ein Stadtrundgang“ | KollegiatInnen des 11. Jahrgangs des Bielefelder Oberstufenkollegs

Prämierte Arbeiten 2004

  • „Zeichen des Erinnerns – ein antifaschistischer Rundgang durch Gütersloh“ | Projekt der Klasse 9c der Janusz-Korczak-Gesamtschule, Gütersloh

  • „Untersuchung von Zeitzeugenberichten zur Mädchenerziehung im Nationalsozialismus im Raum Minden-Lübbecke“ | Video-Arbeit von 5 SchülerInnen des 13. Jahrgangs der Gesamtschule Porta-Westfalica.

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